IPSY

Mit den Freunden mithalten, sich erwachsen geben oder gewollt gegen elterliche Normen verstoßen - oft nutzen junge Menschen Alkohol und Zigaretten in unserer Gesellschaft, um die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters zu bewältigen oder Rückschläge und Stress zu kompensieren. Hinzu kommt, dass aufgrund der Legalität von Alkohol und Zigaretten und konsumierenden Rollenmodellen in Familie, Peergruppe oder Medien Jugendliche oft Probleme haben, sich aufgrund eigener Überzeugungen für oder gegen den Konsum zu entscheiden oder die Grenze zwischen verantwortungsvollem Konsum und Missbrauch zu ziehen. Grenzübertretungen jedoch, insbesondere längerfristige, können massive negative Konsequenzen für den individuellen Lebenslauf haben.

Vor diesem Hintergrund wurde das suchtpräventive Lebenskompetenzenprogramm IPSY (Information + Psychosoziale Kompetenz = Schutz) entwickelt und evaluiert.

IPSY ist ein schulbasiertes suchtpräventives Lebenskompetenzprogramm gegen den Missbrauch von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol und Zigaretten.

IPSY ist ein universelles, primärpräventives Präventionsprogramm. Deshalb setzt es bei ganzen Populationsgruppen (wie Schulklassen) an, bevor es zum Konsum von Alkohol und Zigaretten kommt bzw. bevor sich Konsummuster verfestigen können.

Ziele des IPSY Programms sind:

• Verhindern bzw. Vermindern von Substanzkonsum (-missbrauch)
• Hinauszögern des Konsumbeginns
• Förderung einer positiven Entwicklung im Jugendalter

IPSY basiert auf dem Lebenskompetenzansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Programm soll durch die Förderung von Kompetenzen, die eine positive Auseinandersetzung mit anstehenden allgemeinen Entwicklungsaufgaben ermöglicht (sog. Lebenskompetenzen) bzw. spezifisch in Konsumsituationen bedeutsam sind, suchtpräventiv wirken. Dazu zielt das Programm IPSY auf die Förderung einer positiven Beziehung zur Schule ab und vermittelt Wissen zu kurzfristigen Konsequenzen, Wirkungsweisen und Prävalenzen von Alkohol und Zigaretten.